Der kürzeste Designbrief der Welt:
Es geht noch kürzer – Mupfel!
Zwecks Standortsuche und Etablierung oder Übernahme einer Apotheke bekamen wir folgende Worte auf den Weg: „Mupfel – ich möchte jeden Tag am Strand in meiner Mupfel sitzen können.“
Pierre-Jules Boulanger (1885–1950) formulierte Ende der 1930er Jahre für einen minimalistischen Kleinwagen (Citroën 2CV – Ente) ein kompaktes Lastenheft: „Es muss vier Personen und 50 kg Kartoffeln transportieren können, 60 km/h schnell fahren können, von einer Frau oder einem Fahranfänger gefahren werden können und leicht zu warten sein.“ In die Geschichte des Designs ging diese Formulierung als der kürzeste Brief der Welt ein, obwohl Boulanger ergänzte: „Von Ästhetik will ich nichts hören.“
Die Form folgt der Funktion – Zweckmäßigkeit, Nutzerfreundlichkeit und revolutionäre Technik sorgten für den lang anhaltenden Erfolg dieses Automodells.
Ein Designbrief oder ein Pflichten- und Lastenheft ist eine präzise Zusammenfassung der Aufgabenstellung und Anforderungen an ein neues Produkt oder eine Dienstleistung.
Mupfel ist ein liebevoller Begriff aus dem Kinderbuch Urmel aus dem Eisvon Max Kruse. Die Figur Ping, ein Pinguin mit Sprachfehler, sagt statt „Muschel“ das Wort „Mupfel“. Es steht sinnbildlich für einen geschützten, gemütlichen Rückzugsort – oft mit Bezug zur Natur, wie etwa am Strand.
Mupfel – besser kann man das zu schaffende Gefühl und die daraus resultierende notwendige Logistik nicht beschreiben.
Dem Wunsch konnte entsprochen werden.